Das Luftschloss

 

 

Das Luftschloss

 

Getrübten Blickes,
matten Schrittes,
so schlepp' ich mich
durch heißen Sand
irgendwo im Niemandsland.

Kein Mensch, kein Tier,
kein Wasser hier!
Ich nehm' den letzten Schluck,
der meine Lippen nur benetzt,
mich aber doch in Euphorie versetzt.

Denn vor mir seh' ich, weit voraus,
ein großes und ein kleines Haus.
Ich lauf drauf zu,
zum Greifen nah,
die süßen Früchte des Basar'.

"Komm her!", so rufen jetzt die Stimmen
und Menschen tanzen auf den Zinnen.
Ich renne jetzt
und merke nicht,
wie Stück um Stück zusammenbricht.

Dort wo das Haus stand,
ist jetzt Sand.
Wo Menschen sangen
heult der Sturm.
Ein Luftschloss war's, der hohe Turm.