Nebelschwaden

 

 

Nebelschwaden

 

Nebelschwaden winseln leise
über fahles, gelbes Gras.
Silhouetten, grau gestrichen,
droh'n am Horizont, so kalt, so blass.

Wind verstummt, kein Blätterrauschen,
alles hält den Atem an.
Kaltes Frösteln füllt den Körper.
Nichts scheint mehr in seiner Bahn.

Alles duckt sich, flüstert leise,
um Herrn Nebel nicht zu stör'n.
Alle fürchten böse Geister,
die in Nebelschwaden gär'n.

Über Wege, Felder, Bäche
ziehen sie ihr Morgenlied.
Wer sie stört in ihrem Wabern,
nicht den nächsten Tag mehr sieht.

Doch hört leise dieses Beben,
wie es von der Ferne raunt.
Verspricht Befreiung aus dem Nebel,
alle sind ganz starr erstaunt.

Sonnenstrahlen, leichte Brise
sind als Nebelgegner da
und verscheuchen jene Geister
und die Angst in uns, fürwahr.

Jetzt, wo alles strahlt und lächelt,
denkt kaum einer mehr daran,
wie die Nebelschwaden zogen,
uns und alles in ihr'n Bann.